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A-Wurf

geplant für Winter 2026|2027


Die Verpaarung

Mit Jäger v.’s Gravenhout haben wir einen Rüden gefunden, der unseren Vorstellungen von Arbeitsfreude, Leistungsbereitschaft, Wesen, Gesundheit und Exterieur mehr als entspricht und gleichzeitig neue genetische Vielfalt in die Zucht bringt.

Jäger wird jagdlich gearbeitet und hat entsprechende Prüfungen in den Niederlanden abgelegt. Dazu gehören unter anderem die Standard-Jachthondenproef (SJP) mit 72/80 Punkten und dem 2. Platz sowie die Meervoudige Apporteerproef (MAP) mit 547/600 Punkten und ebenfalls dem 2. Platz. Er ist dreifacher Sieger der Proef Eigen Terrein (PET) und wurde mit der Van Meijgaarden-Trophäe ausgezeichnet. Im Dummybereich läuft er in der Open und hat sich 2025 für die Asterion qualifiziert.

Mila wird ebenfalls aktiv jagdlich geführt. Sie hat die jagdliche Grundgehorsamsprüfung, die Berner Apportierprüfungen in Schleppe, Wasser und Freiverlorensuche sowie bei der Bringleistungsprüfung (BLP) mit 145/152 Punkten den 4. Platz erreicht. Im Dummybereich ist sie in der Beginner Klasse gestartet und hat auch schon Mocktrail-Luft geschnuppert.

Wir möchten nicht nur heute eine passende Verpaarung planen, sondern auch darauf achten, welche Wege wir uns für die Zukunft offenhalten.

Es war sprichwörtlich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Jäger selbst wie auch sein Vater Nithvalley Boss at Foxhope sind bislang weder in den Ahnentafeln des RCS, DRC, ÖRC noch des LCD zu finden.

Jägers väterliche Linie ist durch seinen Vater schottisch geprägt, seine mütterliche Seite niederländisch. Milas Stammbaum ist durch ihren Vater irisch geprägt und auf der mütterlichen Seite finden sich neben österreichischen auch deutsche Ahnen.

Damit treffen unterschiedlich geprägte Linien aufeinander und schaffen damit ein breites genetisches Fundament für den A-Wurf.

Ein Blick in den Stammbaum des geplanten Wurfes zeigt, dass es keine gemeinsamen Vorfahren in den ersten fünf Generationen gibt, dieser Aspekt war im Hinblick auf die genetische Vielfalt für uns von grosser Bedeutung.

Über fünf Generationen liegt der Inzuchtkoeffizient der geplanten Verpaarung bei 0 %, der Ahnenverlustkoeffizient bei 100 %.

Nicht nur anhand der Ahnentafeln lässt sich die genetische Vielfalt dieser Verpaarung beurteilen, auch die genomischen Werte der beiden Elterntiere zeigen eine überdurchschnittliche genetische Vielfalt. Mila weist eine Heterozygosität von 33 % auf, Jäger von 27 %. Der von Certagen ausgewiesene Rassedurchschnitt liegt bei 23 %. Bei der Heterozygosität gilt, je höher der Wert, desto grösser die genetische Vielfalt.

Beim genomischen Inzuchtkoeffizienten liegt Mila mit 18 % und Jäger mit 15 % unter dem Rassedurchschnitt von 20 %. Hier gilt umgekehrt, je niedriger der Wert, desto geringer der genomische Inzuchtgrad.

Mila und Jäger liegen somit bei beiden Werten hinsichtlich der genetischen Vielfalt über dem ausgewiesenen Rassedurchschnitt.

Zusammen mit der Diversität im Stammbaum bietet diese Verpaarung damit eine breite genetische Grundlage für den geplanten A-Wurf und eröffnet uns zugleich wertvollen Spielraum für die Zukunft.


Zuchtziele

Unser Ziel ist es, gesunde, wesensfeste und arbeitsfreudige Labradore zu züchten, die ihren Anlagen entsprechend eingesetzt werden können. Dabei legen wir Wert auf eine gute körperliche und mentale Belastbarkeit, einen ausgeprägten Arbeitswillen und ein ausgeglichenes Wesen.

Mila hat einen schier unbändigen Arbeitswillen, ist mutig, eigenständig und zeigt bei der Arbeit viel Drive, Tempo und Style. Sie lebt für die Wasserarbeit und holt mit allergrösster Freude jede Ente aus noch so kaltem Gewässer. Sie ist sehr menschenbezogen und liebt jeden und jeder liebt sie. Zuhause ist sie stets tiefenentspannt und immer für ausgiebige Kuscheleinheiten zu haben.

Jäger ist ein ausgeglichener und stabiler Rüde, der viel Arbeitsfreude und Leistungsbereitschaft mitbringt. Bei der Arbeit ist er führig, konzentriert, engagiert und zeigt dabei viel Ruhe, Ausdauer und Nervenstärke. Auch in anspruchsvollen Situationen bleibt er souverän und fokussiert. Er ist freundlich im Umgang mit Zwei- und Vierbeinern und zeigt zuhause den typischen On/Off-Modus, den ein Labrador mitbringen sollte.


Arbeitsanlagen

Dass sich Arbeitsfreude und vielseitige Einsatzmöglichkeiten in beiden Linien über Generationen hinweg zeigen, geht weit über die jagdliche Arbeit hinaus.

In Milas Linien finden sich mehrere einsatzfähig geprüfte Rettungshunde in Fläche und Trümmer. Besonders hervorzuheben ist Joy of Passion A Candy Girl, die 2024 bei der FCI Weltmeisterschaft der Rettungshunde den 3. Platz in der Flächensuche erreichte und dabei die höchste Punktzahl in der Nasenarbeit erzielte. Milas Vollschwester Lalou befindet sich derzeit beim Bayerischen Roten Kreuz in Ausbildung.

Auch auf Jägers Seite finden sich neben der jagdlichen Arbeit auch Hunde im Such- und Diensthundewesen. Damit treffen in dieser Verpaarung zwei Linien aufeinander, in denen sich über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg leistungsbereite Hunde zeigen.

Wie vielseitig die Nachkommen dieser Verpaarung eingesetzt werden können, zeigt sich bereits jetzt. Drei Welpen werden ihren Weg ins Diensthundewesen bei zwei Schweizer Blaulichtorganisationen nehmen und dort in der Sprengstoff- bzw. Betäubungsmittelsuche ausgebildet. Die Hündin, die wir für unsere Zucht behalten möchten, wird wie weitere Welpen aus dem Wurf jagdlich und im Dummy geführt werden.

Mila mit 10 Wochen


Start ins Leben

Unsere Welpen werden eine engagierte und liebevolle Aufzucht im Haus und in unserem grosszügigen Garten geniessen. Sie erleben eine vielseitige Prägung auf Umweltreize, lernen altersentsprechend unterschiedliche Umgebungen, Untergründe und Alltagssituationen kennen. Schon früh werden sie auf die Pfeife und einen Löseplatz konditioniert und einfühlsam ans Autofahren gewöhnt.

Welpen, die später jagdlich geführt werden, machen erste Bekanntschaft mit Wild, folgen ihren ersten Futterfährten und werden auch schon behutsam an Schüsse herangeführt.

Die Mama und auch die Welpen werden nach ESCCAP-Schema von uns entwurmt. Die tierärztliche Untersuchung der Welpen sowie die Impfung und das Chippen finden bei uns zu Hause statt. So bleiben die Welpen in ihrer vertrauten Umgebung und der Kontakt mit der Keimflora einer Tierarztpraxis wird vermieden.

Für die ersten professionellen Bilder der Welpen kommt Claudia von Clasa Art zu uns und hält den Wurf fotografisch fest.

Auch die letzten Wochen bei uns planen wir bewusst. Welpentest, Fotograf, Tierarzt, Wurfabnahme und schlussendlich der Auszug ins neue Zuhause werden zeitlich entzerrt. So haben die Welpen zwischen den einzelnen Terminen ausreichend Zeit für Ruhe und Erholung und können die neuen Eindrücke verarbeiten.

Sie bringen natürlich einen Heimtierpass sowie einen Stammbaum vom Retriever Club Schweiz (FCI) mit.

Regelmässige Updates aus der Wurfkiste sind für uns selbstverständlich, genauso wie Besuche der zukünftigen Familien mit ausgiebigen Kuscheleinheiten. Auch nach der Abgabe freuen wir uns, weiter am Leben der Welpen teilhaben zu dürfen.

Unser Ziel ist es, jedem Welpen einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen – eine Grundlage, die hoffentlich ein ganzes Hundeleben lang Früchte trägt.

Nach der Abgabe

Wir möchten die Entwicklung unserer Hunde auch über die Abgabe hinaus begleiten, den Kontakt zu unseren Welpenfamilien pflegen und am weiteren Leben unserer Hunde teilhaben. Wir stehen unseren Familien langfristig als Ansprechpartner zur Verfügung und begleiten sie gerne bei Fragen rund um Alltag und Ausbildung. Gemeinsame Trainingstage und Wurftreffen sollen den Austausch untereinander fördern und die Verbindung erhalten.

Wenn Urlaub oder andere Situationen eine Betreuung nötig machen, sind die Hunde bei uns jederzeit willkommen und dürfen in vertrauter Umgebung hündische Ferien geniessen.

Wir möchten aus den Erfahrungen mit dem A-Wurf lernen. Deshalb erwarten wir, dass die Welpen mit 12–18 Monaten auf HD/ED geröntgt werden und dass mindestens ein Wesenstest und/oder das NHB (Schweiz) absolviert wird. Ebenso erwarten wir, dass wir informiert werden, sofern Krankheiten auftreten, die züchterische Relevanz haben.

Unser langfristiges Ziel ist es, mit einer Hündin aus dem Wurf die Zucht weiterzuführen. Die Gesundheitsdaten und die individuelle Entwicklung auch der anderen Welpen werden dabei eine massgebliche Entscheidungsgrundlage.

Interessenten

Wir wünschen uns, dass die zukünftigen Welpen entsprechend ihrer Veranlagung beschäftigt und gefördert werden. Dabei spielt es für uns eine untergeordnete Rolle, ob in der Jagd, im Dummy, in der Rettungs- oder der Diensthundearbeit.

Da bereits Welpen für das Diensthundewesen sowie für die jagdliche Arbeit und das Dummy versprochen sind, führen wir für weitere passende Interessenten eine Warteliste. Besonders freuen wir uns über weitere Anfragen aus dem jagdlichen Bereich sowie von aktiven Dummyführern.

Bei Interesse an einem Welpen aus dem Wurf, nehmt bitte via E-Mail Kontakt mit uns auf: feli@vom-scherlibach.ch